Katzen Rassen

Langhaar-Rassen

Man nimmt an, dass die ersten domestizierten Katzen mit den Armeen der römischen Eroberer auf die britischen Inseln kamen. Mit Sicherheit steht fest, dass diese Tiere, die wegen ihrer Fähigkeit, die Schädlinge in den Getreidelagern in Schach zu halten, sehr geschätzt wurden, kurzhaarig waren. Erst später, im 16. Jahrhundert, wurden die ersten langhaarigen Katzen nach Großbritannien gebracht, nachdem sie zuerst von Ankara in der Türkei und aus dem Iran - damals als Angora und Persien bekannt - nach Frankreich gekommen waren. Sie wurden wegen ihres schönen Fells sehr bewundert und schließlich über den Ärmelkanal nach England gebracht, wo sie in den Häusern der Adligen zum hochgeschätzten Besitztum wurden. Diese Langhaarkatzen wurden als Angora- bzw. Perserkatzen bekannt; sie waren sehr rar und dementsprechend wertvoll. Die Angorakatzen waren meist weiß und hatten ein außergewöhnlich seidiges Fell, das vom Rückgrat glatt nach unten fiel. Die Perserkatzen waren dagegen schwarz oder blaugrau, und ihr Fell war von festerer Beschaffenheit. Auch im Knochenbau zeigten sich Unterschiede. Die Angorakatze war im Großen und Ganzen leichter gebaut, hatte einen längeren Kopf und größere Ohren. Durch jahrhundertelange Kreuzung der beiden Varietäten wurden schließlich die Angora vom Perser-Typ verdrängt.

rassenkatze

Außereuropäische Kurzhaar-Rassen

Außereuropäische und britische Kurzhaar-Rassen sind so verschieden wie Tag und Nacht. Mit wenigen Ausnahmen innerhalb der Rassen müssen alle außereuropäischen Arten lange, schlanke Körper, Beine und Schwänze haben, außerdem kleine, ovale Pfoten und keilförmige Köpfe von verschiedener Länge mit großen, spitzen Ohren und mandelförmigen Augen. Sie sind mittelgroß, mit kurzem Haarkleid, und jede Varietät hat eine separate Bewertungsskala und ihre eigene, ganz besondere Persönlichkeit. Obgleich einige außereuropäische Rassen bedeutungsreiche, fremdländische Namen tragen, sind doch in Wirklichkeit die meisten Arten in England zu ihrer gegenwärtigen Form gezüchtet und von dort aus in alle Welt exportiert worden. Dabei gibt es Ausnahmen - die Burmesen-Katze ging zum Beispiel den umgekehrten Weg; sie wurden in den Vereinigten Staaten von Amerika entwickelt und anno 1947 nach England transportiert. Die meisten Katzenarten haben irgendeine Verbindung zu dem Land, nach dem sie benannt sind, doch lässt sich diese heute oft nur schwer nachweisen. Es ist auch nicht besonders wichtig. Vielmehr verdanken wir die wunderschönen außereuropäischen Kurzhaar-Rassen, die wir jetzt kennen, der planmäßigen Auslese und Kreuzung durch Züchter in den letzten 100 Jahren.

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